GESCHICHTE

Chronik FC Erding

1914 wurde die Fußballabteilung in Form einer gepachteten Wiese, neben der Turnhalle des 1862 gegründeten Hauptvereins, dem damaligen “Turnverein MTV”, ins Leben gerufen. 

1924 kommt es zu schweren Reibereien im Verein, da die Fußballabteilung aus dem Turnerbund austritt und sich dem Deutschen Fußballbund anschließt. Schließlich trennt man sich und die reinliche Scheidung zwischen Turnen und Sport wird durchgeführt.

1932 beginnen die Arbeiten für den Bau einer großzügigen Sportanlage, die mit dem Tribünenbau des städtischen Sportstadions 1935 endeten. 

Während dem 2. Weltkrieg wurde der Sportbetrieb völlig eingestellt.

Im Herbst 1946 wird die Neuzulassung des Turnvereins unter dem Namen “Turn- und Sportverein 1862 e.V.” beantragt und genehmigt.

Erst am 21. September 1957 gelingt die Fusion zwischen den einzelnen Abteilungen Turnen/Leichtathletik, Fußball, Handball, Boxen und Kraftsport.

Der sportliche Höhepunkt der 1. Fußball Herrenmannschaft des TSV Erding war von 1966 bis 1973, wobei man hier seine Fußballstiefel sehr erfolgreich in der Bezirksliga schnürte und den Aufstieg in die Bezirksoberliga nur knapp verpasste. Es folgte eine Flaute und die 1, Mannschaft fiel bis zur C-Klasse durch, um wiederum jungen Spieler aus dem eigenen Nachwuchs erfolgreiche Zeiten folgen zu lassen.

1997 war ein einschneidendes Jahr im Fußball und für die Fußballabteilung des TSV Erding. Der Bayerische Fußballverband setzte durch, dass fortan auch die Reservemannschaften – in Zukunft 2. oder 3. Mannschaften – aufstiegsberechtigt werden! Weiterhin wurden die unteren Klassen neu gegliedert. Die frühere C-Klasse wurde zur A-Klasse, die B-Klasse zur Kreisklasse und damalige A-Klasse hieß ab 1997 Kreisliga!

Weiterhin fusionierten die städtischen Fußballabteilungen TSV Erding und SC Erding (gegründet im Jahre 1978) und es wurde 1997 der FC Erding ins Leben gerufen, der aber weiterhin eine Abteilung im Hauptverein des TSV Erding 1862 e.V. blieb. TSV und SC hatten bis dahin parallel zueinander mäßigen Erfolg in der C-Klasse gehabt, eine Fusion war überfällig!

Kontinuierlich ging es fortan bergauf. Der FC Erding sorgte überall für Furore und wurde dreimal hintereinander Meister in der A-Klasse, Kreisklasse und Kreisliga und zog 2001 in die Bezirksliga ein.

Mit diesem Erfolg ist mitunter unser Trainer Günter Weiß, ehemaliger Bayernprofi, der das Geschick der beiden Mannschaften lenkte, verantwortlich gewesen. Leider verließ er 2001 den Verein und so dauerte die Bezirksligazugehörigkeit und Erfolgsperiode nur zwei Jahre. Es folgte der Abstieg über die Kreisliga erneut in die Kreisklasse. Allein 2002/03 verließen damals 17 Akteure den Verein! Kein leichtes Unterfangen für die Verantwortlichen. Erneut war Günther Sandner – 1980 bis 1986 bereits im Amt -  als Abteilungsleiter eingesprungen, um die Abteilung zu ordnen (2002-2006).

Wieder war es die gute Arbeit der Jugendabteilung, die hoffnungsvolle Talente hervorbrachten und diese in die 1. Mannschaft erfolgreich integriert werden konnte.

Diese Arbeit hatte sich gelohnt und so gehörte man seit 2009 wieder der Kreisliga an. Ab 2009 übernahm Ralf Sandner als 1. Abteilungsleiter und Tom Niedermaier als sein Vertreter die Verantwortung. Mit Stefan Kölblin hat man ebenso einen Jüngeren als Kassier in die Abteilungsführung genommen. Hubert Netter als Schriftführer komplettiert das Quartett, der auch schon seit 1989 in diesem Amt fungiert und viele Hochs und Tiefs miterleben durfte.

Unter Spielertrainer Marc Hennig folgte ab 2011 wieder eine sehr erfolgreiche Ära der 1. Mannschaft unseres FC Erding mit fast nur Eigengewächsen. Die Mannschaft war in den folgenden Spielzeiten sehr erfolgreich und die Erdinger Fans kamen wieder vermehrt ins Stadion.

Ab 2013 wurden die Erfolge unseres FC Erding durch ein Sponsoring angestoßen. Um die Mannschaft noch besser zu machen, wurden auswärtige Spieler verpflichtet. Als Vizemeister der Kreisliga schaffte man sensationell noch den Aufstieg in die Bezirksliga, nachdem mehrere Entscheidungsspiele knapp gewonnen wurden.

Nach dem Abgang von Marc Hennig 2014 folgte Patrick Irmler als Spielertrainer. Mit Daniel Jungwirth, Bernd Häfele und Thomas Edlböck wurden u.a. noch drei weitere Hochkaräter zum FC Erding gelotst. Durch die Verpflichtung von Rainer Elfinger als Trainer im Herbst 2014 sollten die Weichen für Höheres gestellt werden. Ziel sollte sein, die 1. Mannschaft nach oben zu bringen und danach von Zeit zu Zeit eigene Talente von der BOL-Jugend in die 1. Mannschaft integrieren. Der Wehrmutstropfen dieser Spielverpflichtungen war, dass die erwarteten Eigengewächse zunehmend sich vom FC Erding abwendeten und nicht den Kampf um einen Stammplatz aufnahmen. Die jungen Hoffnungsträger wechselten eher in unterklassige benachbarte Vereine.

Trotzdem war die folgende Saison 2015 die wohl erfolgreichste Saison des FC Erding seit Jahrzehnten. Mit Fabian Aupperle konnte ein weiterer Hochkaräter nach Erding gelotst werden und Trainer Rainer Elfinger führte die Mannschaft hinter dem TSV Karlsfeld auf den zweiten Tabellenplatz. Der Aufstieg in die Landesliga klappte nach Siegen gegen den 1. FC Passau nicht, da gegen den TSV Kastl die Entscheidungsspiele verloren wurden.

Ab 2015 hatten auch Otto Bach und Richard Gastl die FCE-Abteilungsführung übernommen.

Der Elan nach dem verpassten Aufstieg war dahin und der Erfolg blieb aus. Im Herbst 2016 verabschiedete sich Trainer Rainer Elfinger und Fabian Aupperle übernahm als Spielertrainer die 1. Mannschaft des FC Erding. Man spielte von Beginn an gegen den Abstieg und konnte diesen in dieser Saison und auch in der Saison 2017/2018 noch abwenden, musste aber in der Saison 2018/2019 den Gang in die Kreisliga antreten. 2017 kam es in der FCE-Abteilungsführung erneut zu einem Wechsel. Mathias Köppen übernahm das Zepter komplettiert durch Timo Dörhöfer.

Die Saison 2019/2020, die aufgrund der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 abgebrochen worden war, wurde letztlich im Frühjahr 2021 für beendet erklärt. Trainer Dimitrios Petkos war nicht erfolgreich und beendete während der Hinrunde 2019 sein Engagement. Co-Trainer Patrick Bigalke übernahm die Mannschaft interimsmäßig bis zur Neuverpflichtung von Anderl Ostermair und Ludwig Scheidl. Die Statuten des BFV wollten es, dass die 1. Mannschaft unseres FCE trotz Punktgleichheit mit dem Drittletzten als Vorletzter von der Kreisliga in die Kreisklasse absteigen musste.

Die 2. Mannschaft des FC Erding musste 2005 gar in die C-Klasse absteigen, schaffte aber ein Jahr darauf den Wiederaufstieg. Mit Spielertrainer Michel Radke schaffte man 2010 den Aufstieg in die A-Klasse, wo man bis 2014 fester Bestandteil war. Mit dem Trainerduo Anderl Ostermair und Ludwig Scheidl, teilweise verstärkt durch Ersatzspieler der 1. Mannschaft schaffte unsere 2. Mannschaft in der Saison 2014/2015 gar den Aufstieg in die Kreisklasse. Als Vizemeister wurde das Entscheidungsspiel gegen den TSV Grüntegernbach knapp gewonnen. Leider war die Kreisklasse nur ein kurzes Intermezzo. Die Konkurrenz war zu stark und man musste wieder den Weg in die A-Klasse antreten.

Ein weiterer Tiefschlag war der erneute Abstieg in die B-Klasse in der Saison 2018/2019. Allerdings steht hier die Mannschaft um Trainer Matthias Kurz auf Aufstiegskurs zurück in die A-Klasse. Auch hier wurde die Saison 2019/20 aufgrund der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 abgebrochen und letztlich im Frühjahr 2021 als beendet erklärt. Unsere 2. FCE-Mannschaft schaffte als Tabellenzweiter den Aufstieg in die A-Klasse.

Neuausrichtung 2021:

Zum Ende der Saison 2019/2021 verließen viele Leistungsträger erneut den FC Erding. Mangels Spieler beschloss die FCE-Abteilungsführung, den Spielbetrieb bzw. die neue Saison 2021/2022 nur noch mit einer Mannschaft fortzusetzen und einen Neuanfang zu wagen. Da man mit diesem Kader der 1. Mannschaft nicht erneut gegen den Abstieg in der Kreisklasse spielen wollte, wurde der schwere Gang in die A-Klasse mit einer neu formierten Mannschaft aus 1. und 2. Mannschaft beschlossen. So hat der FC Erding ab der Saison 2021/2022 nur noch eine Mannschaft im Spielbetrieb. Man baut wieder auf die Jugendabteilung, aus der in den folgenden Jahren wieder hoffnungsvolle Talente erwartet werden.